Server-Überwachung mit Spaß

Als Administrator ist man es meist gewohnt, ohnehin immer ein Bruchteil des Augenmerks auf den Instant-Messenger zu haben. Hat man außerdem nur eine Handvoll Server zu verwalten, kann man auf die Idee kommen, diese auch dort unterzubringen. Auftretende Netzwerk- oder Softwareprobleme lassen sich so schnell detektieren.

Mit dem Framework Jabberbot und ein wenig Python-Kenntnissen geht das schnell: Unter Debian ab Version 6.0 lässt sich der Jabberbot per Aptitude installieren. Das Beispiel auf der Projektseite kann man für erste Tests hernehmen. Accounts für die Server kann man z.B. schnell auf Google Talk einrichten. Bei den Einstellungen ist dort allerdings darauf zu achten, dass die Jabber-Bibliothek keine Chat-Anfragen von anderen Benutzern automatisch annimmt. Verbindet man die erstellten Accounts jetzt mit dem eigenen Jabber- oder Googletalk-Konto, lässt sich der «Anwesenheitsstatus» der Server jederzeit einsehen. Meldungen wie «Server1 ist offline» sollten nun sofort ins Auge stechen.

Außerdem lässt sich der Status des Servers mit einem Chat abfragen: Mit dem Beispielprogramm auf der Projektseite lässt sich der Befehl serverinfo absetzen; das Programm antwortet mit dem Serverstatus. Viele weitere Ideen sind auch mit wenig Python-Kenntnissen leicht umsetzbar.

Nachtrag: Offenbar ist die Bibliothek doch relativ leistungshungrig; auf einem schwach ausgestatteten virtuellen Server stieg die CPU-Nutzung auf mehr als 40% und es kam nach einiger Zeit zur «Abmeldung» des Servers aus Jabber, wobei der Prozess mit der gleichen Nutzung weiter lief.

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