Rahmchampignons

Eigentlich eine Standardbeilage sind Rahmchampignons. Ich war oft nicht mit den Resultaten aus Standardrezepten zufrieden, deshalb möchte ich das Vorgehen, das ich nach zahlreichen Versuchen ermittelt habe, etwas „interaktiver“ beschreiben. Es gibt also keine Mengen- oder Zeitangaben wie bei klassischen „Man-nehme“-Rezepten, sondern Beobachtungen und Handlungsanweisungen.

Zunächst werden die Champignons in mindestens fingerbreite Stücke geschnitten, also je nach Größe, halbiert oder gedrittelt. Dann werden sie in der Pfanne mit etwas Öl angebraten und bei starker Hitze so lange gedünstet, bis sie reichlich Flüssigkeit abgegeben haben und in der Größe deutlich abgenommen haben. Die ausgetretene Flüssigkeit ist im Idealfall dunkel und etwas dicker als Wasser. Ab diesem Moment haben sich auch Röststoffe gebildet, die dem fertigen Gericht auch ohne Würze einen angenehmen Geschmack geben. Man darf aber auch eine Prise Salz hinzugeben.

„Hast du mich gerade fett genannt?“

Das ist der richtige Moment, die Sahne zuzugeben. Ich verwende Vollrahm mit 35% Fettanteil. Es geht vielleicht auch mit Halbrahm, aber das Fett dient hier auch als Geschmacksträger und verleiht dem Ganzen eine tolle sämige Konsistenz. Total abzuraten ist von sogenannten fettreduzierten Produkten, bei denen ein Teil des Fetts z.B. mit dem Kunststoff Olestra ersetzt wird. Abgesehen davon, dass dieses Zeugs nicht zur Gesundheit beiträgt, bekommt das Gericht beim Kochen eine unansehnliche Konsistenz. Wer dem Diätwahn verfallen ist, möge für sich die Gesamtmenge reduzieren und nicht den prozentualen Fettanteil.

So sollte es nachher aussehen.

So sollte es nachher aussehen.

Unter dem Einfluss starker Hitze – die Sahne darf ruhig ein wenig schäumen – werden die Champignons in der Sahne gekocht, bis die Soße eine sämige Konsistenz angenommen hat und die Sahne sich komplett mit den Champignons verbunden hat. Dann die Hitze sofort wegnehmen und bis zum Servieren warmhalten.

Die Rahmchampignons schmecken als vegetarisches Gericht mit Reis und Salat genauso wie als Beilage zu Fleisch oder Rösti.

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